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  10.09.2014
10.09.2014



Nachweis zur Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers bei Bauleistungen und Gebäudereinigungsleistungen ab dem 01.10.2014

Durch das Gesetz zur Anpassung des nationalen Steuerrechts an die EU sowie zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften wurde die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers bei Bauleistungen und Gebäudereinigungsleistungen neu geregelt. Die Neuregelung soll zur Sicherstellung des Steueraufkommens dienen.

Werden Bauleistungen und/oder Gebäudereinigungsleistungen von einem im Inland ansässigen Unternehmer nach dem 30.09.2014 im Inland erbracht, ist der Leistungsempfänger Steuerschuldner, wenn dieser ein Unternehmer ist, der ebenfalls regelmäßig und nachhaltig Bauleistungen erbringt. Dies ist erstmal keine Erneuerung und beschreibt die bisher übliche Praxis. Die Änderung betrifft vielmehr die Vorgehensweise, da das leistungsempfangende Unternehmen bzw. der Auftraggeber bisher nicht verpflichtet war, dem Auftragnehmer einen Nachweis darüber zu erbringen, dass er ebenfalls Bauleistungen erbringt. Ab dem 01.10.2014 ist dies nun anders. Ab diesem Zeitpunkt benötigen Sie, wenn Sie Bauleistungen und/oder Gebäudereinigungsleistungen an einen anderen Unternehmer erbringen, von diesem (Leistungsempfänger) eine Bescheinigung darüber, dass er Bauleistungen erbringt. Diese Bescheinigung wird vom zuständigen Finanzamt auf Antrag erteilt. Das dafür vorgesehene amtliche Vordruckmuster wurde mittlerweile bekannt gegeben. Das Verfahren ähnelt der Vorgehensweise bei der Erteilung einer Freistellungsbescheinigung zur Bauabzugssteuer, da auch die neue Bescheinigung nur eine zeitlich begrenzte Gültigkeit besitzt (längstens 3 Jahre).

Wichtig:
Es sollte Ihnen daher zum Zeitpunkt der Ausführung Ihrer Tätigkeit bereits eine gültige Bescheinigung des Auftraggebers vorgelegt werden. Sollte Ihnen dieser Nachweis nicht spätestens bis zur Erstellung der ersten Rechnung erbracht werden, ist es ratsam, die jeweilige Rechnung immer zuzüglich Umsatzsteuer zu erteilen, bis der entsprechende Nachweis erbracht wird. Ohne gültigen Nachweis ist ein Verzicht auf den Umsatzsteuerausweis nach § 13b UStG nicht zulässig.
 
Sollten Sie von dieser Neuregelung betroffen sein, werden wir Sie nochmals persönlich kontaktieren und selbstverständlich den entsprechenden Antrag bei Ihrem Finanzamt stellen.


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