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Rausch Steuerberatung
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  13.05.2009
13.05.2009





Pflichtangaben in der Rechnung sind Vorraussetzung für die     Gewährung des Vorsteuerabzugs

An die Gewährung des Vorsteuerabzugs knüpft der Gesetzgeber erhebliche Voraussetzungen um das Steueraufkommen des Staates sicherzustellen. Daher muss jede Rechnung mindestens folgende Angaben erhalten, soweit der Gesamtbetrag der Rechnung 150,00 Euro übersteigt:

  • vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers
  • die Steuernummer oder aber die Umsatzsteueridentifikationsnummer
  • das Ausstellungsdatum
  • eine fortlaufende Nummer, die einmalig vergeben wird (die Finanzämter haben so die Möglichkeit zu überprüfen, ob dem Vorsteuerabzug, der von dem Leistungsempfänger geltend gemacht wurde, auf der anderen Seite die abgeführte Umsatzsteuer des leistenden Unternehmers gegenübersteht)
  • die Menge und Art der gelieferten Gegenstände bzw. den Umfang und die Art der sonstigen Leistung
  • den Zeitpunkt der Lieferung
  • das nach Steuersätzen aufgeschlüsselte Entgelt
  • den anzuwendenden Steuersatz sowie den auf das Entgelt entfallenden Steuerbetrag bzw. einen Hinweis auf eine entsprechende Steuerbefreiung

Im Bezug auf die Angabe des Zeitpunktes der Lieferung ist zu beachten, dass dieser Hinweis in jedem Fall auf der Rechnung vermerkt sein muss, auch wenn das Datum der Rechnung mit dem Lieferzeitpunkt übereinstimmt. In diesem Fall können Sie in Ihren Ausgangsrechnungen den Vermerk aufnehmen „der Lieferzeitpunkt entspricht dem Rechnungsdatum“.

Fehlt nur eine der o. g. Angaben in der Rechnung, so ist die Voraussetzung des Vorsteuerabzuges nicht erfüllt. Daher sollten Sie jede Rechnung über 150,00 Euro genau nach den o. g. Angaben überprüfen um gegebenenfalls direkt eine Rechnungsänderung bei Ihrem Lieferanten beantragen zu können. Auf der anderen Seite sollten Sie auch bei Ihren Ausgangsrechnungen peinlichst genau auf die Vollständigkeit der Rechnungsangaben achten, um Ihren Kunden die unnötige Arbeit, die mit einer Rechnungskorrektur einhergeht, zu ersparen.

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Vorsicht bei geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnissen     (400,00 Euro-Jobs)!

Eine geringfügig entlohnte Beschäftigung liegt vor, wenn das Arbeitsentgelt regelmäßig 400,00 Euro nicht übersteigt. In diesem Fall übernimmt der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer die pauschalen Abgaben zur Rentenversicherung, Krankenversicherung und zur Unfallversicherung. Daneben führt er pauschal 2% Lohnsteuer an das Finanzamt ab (sofern keine Lohnsteuerkarte vorgelegt wird). Insgesamt entstehen für den Arbeitgeber somit Kosten in Höhe des gezahlten Arbeitentgeltes zzgl. ca. 30% Abgaben zur Sozialversicherung.

Bevor Sie einen sog. Mini-Jobber in Ihrem Unternehmen einstellen, sollten Sie zuvor einige Sacherverhalte genauestens abklären. Ein Arbeitnehmer, der keine weitere sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung ausübt kann unendlich viele Mini-Jobs ausüben, sofern das Arbeitsentgelt aus allen Arbeitsverhältnissen zusammen im Monat nicht die Grenze von 400,00 Euro übersteigt. Ein Arbeitnehmer, der allerdings bereits bei einem anderen Arbeitgeber eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung ausübt darf lediglich nur eine geringfügige Beschäftigung ausüben auch wenn er mit der ersten geringfügigen Beschäftigung das Arbeitsentgelt in Höhe von 400,00 Euro nicht überschreitet. Jede weitere geringfügige Beschäftigung ist dann sozialversicherungspflichtig abzurechnen. Da Sie als Arbeitgeber zur Beurteilung der Beschäftigung verpflichtet sind, müssen Sie beim Arbeitnehmer genauestens erfragen, ob eine weitere geringfügige Beschäftigung oder eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung ausgeübt wird. Diese Auskunft sollten Sie schriftlich von Ihrem neuen Mini-Jobber einholen und die von ihm getätigten Angaben Ihren Lohnunterlagen beifügen.
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