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Rausch Steuerberatung
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  14.08.2009
14.08.2009





Vermietung von Räumen an vorsteuerabzugsberechtigte      Unternehmer in der Umsatzsteuer

Die Umsätze die aus der Vermietung von Räumen getätigt werden sind grundsätzlich umsatzsteuerbefreit. Unter der Voraussetzung, dass die Räume an einen anderen Unternehmer für dessen Unternehmen vermietet werden gilt jedoch eine Ausnahmeregelung. In diesem Fall kann der Vermieter wählen, ob er die Vermietungsumsätze umsatzsteuerfrei oder umsatzsteuerpflichtig behandeln möchte. Optiert der Vermieter zur Umsatzbesteuerung ist die Umsatzsatzsteuer im Mietvertrag gesondert auszuweisen und der Mietvertrag hat den grundsätzlichen Rechnungsanforderungen zu genügen (Hinweis auf Newsletter Mai 2009). Sofern der Mietvertrag ordnungsgemäß ausgestellt ist, kann der Mieter als vorsteuerabzugsberechtigter Unternehmer die im Mietvertrag ausgewiesene Umsatzsatzsteuer als Vorsteuer geltend machen. Aber wie sind die Nebenkosten zu behandeln? Umsatzsteuerlich teilen Nebenleistungen (hier Nebenkosten), das Schicksal der Hauptleistung (hier Vermietung). Somit hat der Vermieter auch auf die Nebenkosten die Umsatzsteuer zu berechnen und gesondert auszuweisen. In der Vergangenheit tauchten immer wieder Mietverträge auf, die auf die Nebenkosten keine Umsatzsteuer ausgewiesen haben, obwohl der Vermieter zur Umsatzsteuerpflicht optiert hat. Sie als Mieter haben in diesem Fall auch kein Recht auf den Vorsteuerabzug, der Ihre Umsatzsteuerzahllast reduzieren würde. Achten Sie daher bitte regelmäßig auf die korrekte Erstellung Ihres Mietvertrages.

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Vorsicht bei der Inanspruchnahme von künstlerischen Leistungen

Bereits vor einiger Zeit haben wir Sie auf die Abgabepflicht der Künstlersozialabgabe für in Anspruch genommene künstlerische Leistungen hingewiesen. Der Abgabepflicht unterliegt der Empfänger einer in Anspruch genommenen publizistischen Leistung. Hierunter fallen beispielsweise die Gestaltung von Visitenkarten oder die Gestaltung einer Internetseite. Hingegen ist für den bloßen Druck Ihrer Visitenkarten oder der Einkauf von Werbekugelschreibern – ohne die Gestaltung an sich – keine Künstlersozialabgabe zu entrichten. Der Abgabesatz beträgt aktuell 4,4%. Die Gesamtbeträge sind von Ihnen bis zum 31.03. des Folgejahres bei der Künstlersozialkasse anzumelden. Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass die Erfüllung der Meldepflicht aktuell sehr stark durch die Deutsche Rentenversicherung geprüft wird. Häufig weisen die vom „Künstler“ ausgestellten Rechnungen lediglich einen Gesamtbetrag ohne Trennung einzelner Positionen aus. So ist es nicht möglich den Anteil für die abgabepflichtigen, gestalterischen Leistungen und den Anteil der nicht gestalterischen Leistungen zu ermitteln. Dieses hat zur Folge, dass der gesamte Rechnungsbetrag der Künstlersozialabgabe zu unterwerfen ist, obgleich eventuelle Druckkosten im Gesamtbetrag enthalten sind. Ich möchte Sie daher bitten, bei der Inanspruchnahme solcher Leistungen die Rechnung genauestens zu prüfen und gegebenenfalls eine Rechnungsberichtigung durch den Künstler zu beantragen (es sollte jede einzelne Position gesondert ausgewiesen sein). Es kann stattdessen auch die Leistung im Rahmen einer prozentualen Angabe verteilt werden.

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Anmerkung zur Erhebung der Kurtaxe

Für viele Kur- und Erholungsorte ist unter speziellen Voraussetzungen eine Kurtaxe zu entrichten. Diese ist von Region zu Region unterschiedlich ausgestaltet. Jedoch möchte ich Sie darauf hinweisen, dass der Aufenthalt in einem solchen Ort aus geschäftlichem Anlass beinahe überall nicht der Abgabepflicht zur Kurtaxe unterliegt. Weisen Sie die jeweilige Meldestelle (Hotel) daher im Falle einer Geschäftsreise explizit auf den Grund Ihres Aufenthaltes hin.

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