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Rausch Steuerberatung
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  14.08.2012
14.08.2012




Entfernungspauschale

Grundsätzlich kann die Entfernungspauschale nur für die kürzeste Entfernung in Anspruch genommen und dann als Werbungskosten geltend gemacht werden. Eine Ausnahme stellt nur die Nutzung einer offensichtlich verkehrsgünstigeren Verbindung dar, die regelmäßig genutzt wird. Bisher galt diese Sonderregelung aber nur dann, wenn die verkehrsgünstigere Verbindung zu einer Zeitersparnis in Hinblick auf die Fahrzeit von mindestens 20 Minuten geführt hat. Von dieser Handhabung ist der BFH nun abgerückt und stellt auf die Verkehrsumstände im Einzelfall ab. Das besagt, dass eine verkehrsgünstigere Verbindung nicht nur den Umstand einer Zeitersparnis beinhalten muss-vielmehr kann eine Verkehrsverbindung auch dann günstiger sein, wenn die Streckenführung, die dort zu erwartende Verkehrslage und die Schaltung der Ampeln von Vorteil sind.
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Kinderbetreuungskosten ab 2012

Der Gesetzgeber hat im Rahmen des Steuervereinfachungsgesetzes 2011 die Unterscheidung zwischen erwerbsbedingten und nicht erwerbsbedingten Kinderbetreuungskosten aufgeben. Ab dem 01.01.2012 wird im
neugeschaffenen § 10 Abs. 1 Nr. 5 EStG bestimmt, dass die Kosten der Kinderbetreuung nur noch als Sonderausgaben abgezogen werden können. Wie bisher sind 2/3 der Gesamtkosten je Kind, maximal bis zu 4.000,00  Euro (bei Alleinstehenden 2.000,00 Euro), als Sonderausgaben zu berücksichtigen. Ein Abzug als Betriebsausgabe oder Werbungskosten ist nicht mehr vorgesehen. Es ist nach neuer Rechtslage zudem nun nicht mehr erforderlich, dass beide Elternteile einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Es wird auch nicht geprüft aus welchen Gründen Kinderbetreuungskosten angefallen sind. Der Sonderausgabenabzug wird einheitlich für Kinder gewährt, die zwischen 0 und 13 Jahren sind und Kinder ersten Grades oder Pflegekinder sind und zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehören. Bei schwerbehinderten Kindern ist die Altersgrenze von 14 Jahren nicht zu beachten. Nicht als Kinderbetreuungskosten abzugsfähig sind Aufwendungen für Nachhilfe, die Vermittlung von Fähigkeiten wie z. B. Musikunterricht, Sportvereine und Kosten die aufgrund der Verpflegung des Kindes angefallen sind. Die bisher gültigen erforderlichen Nachweise bleiben auch nach neuer Rechtslage bestehen. Die Eltern müssen auch weiterhin für angefallene Aufwendungen eine Rechnung erhalten haben und nachweislich die Zahlung auf das Konto des Leistungserbringers erbracht haben. Barzahlungen können daher weiterhin nicht berücksichtigt werden.
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Einkommensgrenze für Kindergeld entfällt 2012

Auch hier hat der Gesetzgeber aufgrund des Steuervereinfachungsgesetzes 2011 eine neue Regelung verfasst. Die bisher zu berücksichtigende Einkommensgrenze für volljährige Kinder in Höhe von 8.004,00 Euro wurde aufgehoben, so dass der Kindergeldanspruch durch das Überschreiten der Hinzuverdienstgrenze somit nicht mehr gefährdet ist. Kinder werden künftig grundsätzlich bis zum Abschluss ihrer erstmaligen Berufsausbildung oder ihres Erststudiums berücksichtigt. Die Berücksichtigung minderjähriger oder volljähriger Kinder mit Behinderung sind von der Neuregelung nicht betroffen.
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