Aktuelles
 
Rausch Steuerberatung
Fuldastraße 16
47051 Duisburg
+49 203 73 95 00
Mitglied der

  15.07.2008
15.07.2008





Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung

Ab dem 01. Januar 2009 soll in der gesetzlichen Krankenversicherung bundesweit ein einheitlicher Beitragssatz gelten, der von der Bundesregierung festgelegt wird. Wie hoch dieser Beitragssatz sein soll, darüber wird derzeit noch heftig spekuliert. Ab diesem Zeitpunkt können also keine Beiträge mehr durch Wahl einer Krankenkasse mit einem günstigen Beitragssatz gespart werden. Vielmehr werden zukünftig stärker Leistungen, Service und die Qualität der medizinischen Versorgung entscheidend sein. Es ist daher bereits heute zu empfehlen, die unterschiedlichen Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen miteinander zu vergleichen. Viele Krankenkassen bieten darüber hinaus bereits Tarife mit Sonderkonditionen an, um sich am Markt von anderen gesetzlichen Krankenkassen zu unterscheiden.

Top

Abgeltungssteuer - die Fakten nochmal im Überblick

Bereits im letzten Jahr haben wir ausführlich über die Änderungen im Rahmen der Einführung der Abgeltungssteuer berichtet. Da der Änderungstermin nun immer näher rückt, möchten wir an dieser Stelle nochmal auf die wichtigsten Punkte hinweisen:
  • Die Abgeltungssteuer wird ab dem 01.01.2009 auf alle Einkünfte aus Kapitalvermögen erhoben.

  • Der neu eingeführten Steuer unterliegen Zinsen, Dividenden und private Veräußerungsgeschäfte.
  •  
  • Der Steuersatz beträgt 25% zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.
  •  
  • Das Halbeinkünfteverfahren für Dividenden entfällt. Dividenden werden zukünftig voll besteuert - aber nicht mit dem persönlichen Steuersatz sondern mit dem einheitlichen Abgeltungssteuersatz von 25% zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

  • Die Spekulationsfrist, nach der Veräußerungsgewinne nach einem Jahr steuerfrei sind, entfällt.
  •  
  • Anleger, deren persönlicher Einkommensteuersatz unter 25% liegt, können statt der Abgeltungssteuer ihren persönlichen Steuersatz geltend machen (Veranlagungsoption) - was dann günstiger für sie ist.  
Positiv wirk sich die Abgeltungssteuer für Anleger mit Zinserträgen und hohem Einkommssteuersatz aus. Bislang wurden Zinserträge mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert. Ab 2009 greift die Abgeltungssteuer. Diese Anleger zahlen somit weniger Steuern als bisher.

Top

Unterhaltsleistungen an bedürftige Personen im Ausland

Bei Unterhaltsleistungen an bedürftige Personen im Ausland trifft den Steuerpflichtigen aufgrund des Auslandssachverhaltes eine besondere Mitwirkungspflicht. Diese Mitwirkungspflicht ist ab 2007 nun verschärft worden, um den Mißbrauch dieser Vorschrift weiter einzudämmen.
So wird ein Geldtransfer durch eine Mittelsperson nicht mehr anerkannt. Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn wegen der besonderen Situation im Wohnsitzstaat ausnahmsweise kein anderer Zahlungsweg möglich ist (z.B. Bürgerkrieg).
Auch wenn das Bargeld persönlich durch den Steuerpflichtigen selbst übergeben wird, ist eine sogenannte Empfängerbestätigung auszustellen und zwar für die Übergabe jedes einzelnen Geldbetrages. Nachträglich oder zusammengefasste Bestätigungen werden nicht mehr anerkannt. Verschärfend ist zudem nun bestimmt worden, dass zwischen Bargeldabhebung und Geldübergabe ein Zeitraum von maximal 2 Wochen liegen darf. Bargeldübergaben größerer Beträge können daher nun nicht mehr durch länger im privaten Haushalt deponierter Geldbeträge erbracht werden. Eine ins Ausland durchgeführte Reise ist anhand geeigneter Unterlagen nachzuweisen (z.B. Flugtickets). Der Steuererklärung und der Anlage Unterhalt sind zudem folgende Unterlagen beizufügen:
  • Vollständig ausgefüllte und unterschriebene (zweisprachige) Unterhaltserklärung inkl. Bestätigung der ausländischen Gemeinde bzw. Meldebehörde
  •  
  • Belege über die getätigten Angaben (z.B. Familienstandsbescheide, Steuerbescheide, Rentenbescheide, etc.) mit deutscher Übersetzung
  •  
  • Bei Personen im erwerbsfähigen Alter: Benennung und Beleg der Nichtbeschäftigung aus wichtigem Grund
  •  
  • Nachweis der Unterhaltsleistungen (Post- oder Bankbelege); bei persönlicher Geldübergabe Abhebungsnachweis und detaillierte Empfängerbestätigung jedes einzelnen Geldbetrages
Die Zahlung von Unterhaltsleistungen wurde für 2008 durch die Oberfinanzdirektion Rheinland als zentrales Prüfungsfeld jedes Finanzamtes festgelegt, d. h. Steuererklärungen die Unterhaltsleistungen enthalten werden intensiv bezüglich der o. g. Punkte überprüft, so dass es sicherlich in vielen Fällen zu einer Versagung der Anerkennung von Unterhaltsleistungen kommen wird, da die formalen Voraussetzungen nicht erfüllt sind.

Top
   
design by CUATRO   |   cms by spirito   |   impressum