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Rausch Steuerberatung
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  15.08.2011
15.08.2011





Datenaustausch Entgeltersatzleistungen

Seit dem 01.07.11 gilt für Lohnabrechnungen das neue Datenübermittlungsverfahren der Entgeltersatzleistung (EEL). Arbeitgeber sind ab diesem Zeitpunkt gesetzlich verpflichtet, Entgeltbescheinigungen elektronisch und nicht mehr in Papierform an die Krankenkassen zu übermitteln. Diese elektronischen Bescheinigungen müssen z. B. im Krankheitsfall spätestens 5 Arbeitstage vor dem 42. Tag der Arbeitsunfähigkeit des Arbeitnehmers bei der Krankenkasse vorliegen. Um diese Frist zu gewährleisten und die rechtzeitige Datenübermittlung sicherzustellen, sollte vorsichtshalber sogar noch ein Tag früher die Meldung im Programm ausgelöst werden. Voraussetzung ist in beiden Fällen aber die korrekte Erfassung der Fehlzeiten im Lohnprogramm, da ansonsten unsererseits keine korrekte Übermittlung möglich ist.
 
Des Weiteren ist der Arbeitgeber verpflichtet sich bei der zuständigen Krankenkasse über etwaige Vorerkrankungszeiten zu erkundigen, da vorherige Fehlzeiten ansonsten hinzuzurechnen sind. Dies wird Sie aber in der täglichen Praxis vor große Probleme stellen. In der Regel zeigt die Erfahrung, dass Krankenscheine oder Krankmeldungen generell oft erst verspätet eingereicht werden. Des Weiteren müssen für betroffene Arbeitnehmer Aufzeichnungen in den Personalakten über die Fehlzeiten geführt werden um feststellen zu können, wann der Lohnfortzahlungszeitraum von 6 Wochen enden könnte. Zudem sind Vorerkrankungszeiten zu erfragen. Wir können zum jetzigen Zeitpunkt feststellen, dass trotz der bestehenden gesetzlichen Pflicht seit dem 01.07. immer noch selbst einige Krankenkassen die Bescheinigungen in Papierform an die Arbeitgeber versenden, da auch seitens der Krankenkassen die Verarbeitung der elektronischen Bescheinigungen noch nicht vollumfänglich gewährleistet ist. Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Startschwierigkeiten zukünftig beheben werden um die Erfüllung der gesetzlichen Pflicht gewährleisten zu können. Sorgen Sie bitte daher ihrerseits dafür, dass entsprechende Fehlzeiten umgehend und insbesondere vollständig bei uns eingereicht werden, damit wir eine entsprechende Bescheinigung mithilfe unseres Lohnporgrammes erstellen können.
 
Für folgende Bescheinigungen und Leistungsträger besteht die gesetzliche Pflicht zur Datenübermittlung:
  • Krankengeld (Krankenkasse) 
  • Kinder-Krankengeld (Krankenkasse) 
  • Mutterschaftsgeld (Krankenkasse)
  • Versorgungskrankengeld (Krankenkasse)
  • Übergangsgeld (Rentenversicherung)
  • Verletztengeld (Unfallversicherung)
  • Kinderpflege-Verletztengeld (Unfallversicherung)
  • Übergangsgeld der Unfallversicherung (Unfallversicherung)
  • Übergangsgeld der Bundesagentur für Arbeit (Bundesagentur für Arbeit)


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