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  16.01.2011
16.01.2011





PKW im Betriebsvermögen

Viele Unternehmer haben mindestens einen PKW ihrem Betriebsvermögen zugeordnet. In diesem Fall reduzieren jegliche Kfz-Kosten, die mit diesem PKW in Zusammenhang stehen, den steuerlichen Gewinn und somit später auch die darauf anfallenden Steuern. Der Gesetzgeber geht jedoch trotz der Zuordnung zum Betriebsvermögen davon aus, dass der Unternehmer den PKW auch als Privatperson (z. B. für private Einkäufe) verwendet. Diese Fahrten, die durch die private Lebensführung verursacht werden, dürfen den steuerlichen Gewinn jedoch nicht mindern. Daher ist dem steuerlichen Gewinn nach Abzug sämtlicher Kfz-Kosten ein Betrag für die private Nutzung wieder hinzuzurechnen.

Um einen Wert für die private Nutzung zu erhalten steht dem Unternehmer einerseits die sog. Fahrtenbuchmethode zur Verfügung. Hier werden sämtliche Fahrten (betriebliche und private) regelmäßig notiert und so der private Betrag kilometergenau ermittelt. Für viele Unternehmer stellt die Führung eines Fahrtenbuchs jedoch einen unverhältnismäßig hohen Aufwand dar. Aus diesem Grund wird für diese Unternehmer der private Betrag pauschal nach der sog. 1%-Methode ermittelt. Dieser Wert entspricht dann 1% des Bruttolistenpreises des PKW am Tag der Erstzulassung.

Sobald mehrere PKW zu einem Betriebsvermögen gehören und kein Fahrtenbuch geführt wird, konnte in der Vergangenheit von einer mehrfachen Anwendung der 1%-Methode für die private Nutzung Abstand genommen werden. In diesem Fall wurde die 1%-Methode nur für den PKW mit dem höchsten Bruttolistenpreis am Tag der Erstzulassung angesetzt.

Nun hat jedoch neben dem BFH auch die Finanzverwaltung ihre Auffassung geändert. Gehören mehrere PKW zu einem Betriebsvermögen, so ist die 1%-Methode grundsätzlich mehrfach anzuwenden, wenn nicht durch die Führung eines Fahrtenbuches nachgewiesen wird, dass nur ein PKW privat genutzt wird. Lediglich für solche Fahrzeuge, die für eine private Nutzung nicht geeignet sind (z. B. Werkstattwagen) oder ausschließlich eigenen Arbeitnehmern zur Nutzung überlassene PKW, ist ein privater Nutzungswert nicht zu ermitteln. Dieses ist jedoch ebenfalls glaubhaft zu machen.
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