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  16.10.2008
16.10.2008





Sinkender Abgabesatz der Künstlersozialabgabe ab 2009 – Zahlungen herauszögern!

Sollten Sie für Ihr Unternehmen häufiger grafische, fotografische oder künstlerische Leistungen in Auftrag geben, so sind Sie verpflichtet für diese Leistung eine Künstlersozialabgabe zu zahlen. Für das Jahr 2008 beträgt die Künstlersozialabgabe 4,9% des Rechnungsbetrages, sofern dieser vollständig auf grafische, fotografische oder künstlerische Leistungen entfällt. Ab Januar 2009 wird dieser Abgabesatz auf 4,4% gesenkt. Da die Abgabepflicht erst im Zeitpunkt der Zahlung entsteht, sollten Sie Rechnungen möglichst erst im Jahr 2009 begleichen. Sprechen Sie daher schon im Vorfeld Ihren Geschäftspartner auf die Zahlungsbedingungen an.

Beispiel:
Ein Unternehmer hat Ende des Jahres 2008 Visitenkarten in Auftrag gegeben. Die Rechnung enthält folgende Positionen:

-    2.000,00 Euro: Grafische Gestaltung der Visitenkarte
-    1.000,00 Euro: Fotoarbeiten
-    1.500,00 Euro: Layout
-    6.000,00 Euro: Druckkosten

Von dem gesamten Rechnungsbetrag in Höhe von 10.500,00 Euro unterliegen nur 4.500,00 Euro der Künstlersozialabgabepflicht. Die Druckkosten als Vervielfältigungskosten sind nicht abgabepflichtig. Zahlt der Unternehmer die Rechnung noch im Jahr 2008 fallen Künstlersozialabgaben in Höhe von 220,50 Euro (4.500,00 Euro x 4,9%) an. Verschiebt er die Zahlung jedoch auf Januar 2009 so sind lediglich 198,00 Euro (4.500,00 Euro x 4,4%) abzuführen.

Sofern es uns möglich ist, helfen wir Ihnen natürlich gerne bei der Abgabe Ihrer Anmeldung zur Künstlersozialabgabe. Dies wird allerdings meistens in den Fällen problematisch, wo die einzelnen Leistungspositionen nicht genauestens auf der Rechnung aufgeführt sind, da beispielsweise eine reine Drucktätigkeit keine Abgabepflicht auslöst. In diesem Fall empfehlen wir Ihnen aus Kosten- und Nutzengründen die Meldung in Zusammenarbeit mit der leistenden Firma selbständig zu erstellen. 

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Wissenswertes zur Übertragung von Kapitalvermögen auf Kinder

Bei hohen Einkünften aus Kapitalvermögen besteht die Möglichkeit, die Einkommensteuer zu senken, indem das Kapitalvermögen auf die Kinder übertragen wird. Solange das Kind keine eigenen Einkünfte hat, können durch den Grundfreibetrag und den Sparerfreibetrag hohe Einkünfte aus Kapitalvermögen steuerfrei bezogen werden.

Jedoch sind bestimmte Vorraussetzungen zu beachten, damit die Übertragung des Kapitalvermögens auf die Kinder vom Finanzamt anerkannt wird. Nach Möglichkeit sollte ein Schenkungsvertrag abgeschlossen werden. Eine Schenkung bleibt auf Grund des Freibetrages auf Schenkungen zwischen Eltern und leiblichen Kinder in Höhe von 205.000,00 Euro steuerfrei. Des Weiteren sollten die Eltern keine Verfügungsmacht über das Konto des Kindes besitzen auf das die Einnahmen aus Kapitalvermögen fließen bzw. auf dem das Vermögen verwaltet wird. Eine Verfügungsbefugnis, die durch das elterliche Sorgerecht nach dem bürgerlichen Gesetzbuch besteht, sollte allerdings bestehen bleiben. Dieses ist mit der Bank zuvor abzuklären. Verfügen die Eltern über das Konto des Kindes wie über ihr eigenes, kann es zu einer Versagung der steuerlichen Anerkennung dieser Konstellation kommen. Hier ist also Vorsicht geboten.

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