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Rausch Steuerberatung
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  16.10.2012
16.10.2012



Abgabe der Steuererklärungen 2011

Viele haben bereits den Jahresabschluss sowie die Steuererklärungen für das Jahr 2011 von uns erhalten aber anscheinend noch nicht beim zuständigen Finanzamt eingereicht. Diesbezüglich möchten wir Sie darauf hinweisen, dass die Frist zur Abgabe der Steuererklärungen für das Jahr 2011 grundsätzlich für steuerlich beratene Unternehmer und Privatpersonen am 31.12.2012 endet. Bei einigen Mandanten wurde sogar eine gesonderte vorverlegte Frist festgesetzt. Generell hat eine verspätete Abgabe der Steuererklärungen zur Folge, dass Ihr Finanzamt einen Verspätungszuschlag erheben wird, der von Fall zu Fall sehr beachtlich ausfallen kann, so dass es ratsam ist, die Erklärungen auf jeden Fall pünktlich beim Finanzamt einzureichen. Doch nicht nur die verspätete Abgabe der Steuererklärungen kann unangenehme Folgen haben, denn eine Steuerfestsetzung 15 Monate nach Entstehung der Steuer führt darüber hinaus zu einer Verzinsung mit einem Zinssatz von 0,5% pro Monat. Um Ihnen den Sachverhalt einmal näher zu erläutern haben wir für Sie folgendes Beispiel beigefügt:

Festgesetzte Einkommensteuer-nachzahlung 2011
lt. Bescheid 23.07.2013

Entstehung der Steuer

Beginn des Zinslaufes (15 Monate nach Entstehung der Steuer)

Ende des Zinslaufes

Zinsberechnung


Nachzahlungszinsen zur
Einkommensteuer 2011
3.100,00 €



31.12.2011

01.04.2013


26.07.2012

3 Monate x 0,5% Zinsen
von 3.100,00 Euro

46,50 € ≈ 46,00 €


Diesen Sachverhalt zu Grunde gelegt möchten wir Ihnen daher empfehlen, die Steuererklärungen erstens auf jeden Fall pünktlich spätestens jedoch zum 31.12.2012 beim Finanzamt einzureichen aber zweitens zur Vermeidung von Zinsnachzahlungen die Abgabe sogar auf Ende Oktober Anfang November vorzuverlegen.
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Vorsteuerabzug für Bürogemeinschaften

Hohe Mietpreise, wachsende Strom- und Heizkosten aber auch Gründe wie steigende Wettbewerbsfähigkeit durch einen Zusammenschluß verschiedener Branchen veranlaßt viele Unternehmer sowie Freiberufler jeder Art sich in sogenannten Bürogemeinschaften zusammen zu schließen. Kosten wie die Gestellung von Büromaterial, EDV-Kosten, Fachliteratur, Ausführung von Schreibarbeiten, Heiz- und Stromkosten werden dann durch mehrere Parteien geteilt. Ein Beteiligter der Bürogemeinschaft übernimmt z. B. den Einkauf und die somit anfallenden Kosten für das Büromaterial, ein anderer stellt seine EDV-Programme zur Verfügung. Am Ende des Jahres werden diese Kosten allgemein üblicherweise in Posten wie Personalgestellung, Büromaterial, Porto und EDV aufgeteilt und in einer Gesamtrechnung erfasst und unter den Mitgliedern der Bürogemeinschaft aufgeteilt. Doch diese Vorgehensweise kann unter steuerlichen Gesichtspunkten einige Probleme mit sich bringen, sobald in dieser Gesamtrechnung auch Umsatzsteuer berechnet wird, die im Zuge dessen von den einzelnen Beteiligten als Vorsteuer geltend gemacht werden soll. Hierzu hat der BFH ein neues Urteil erlassen das besagt, dass eine Rechnung nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt, wenn sich die Angaben auf Oberbegriffe wie Büromaterial und Porto beziehen und beruft sich damit auf die allgemeinen Rechnungslegungsvorschriften. Derartige allgemeine Beschreibungen sowie eine nicht hinreichende Konkretisierung der Leistungen erfüllen nicht die Anforderungen einer zum Vorsteuerabzug berechtigten Leistungsbeschreibung in der Rechnung. Diesbezüglich ist es somit von größter Bedeutung in solchen Rechnungen diese Posten ausführlich in Anzahl, Menge oder z. B geleisteten Stunden auszuweisen, damit ein Vorsteuerabzug bei allen erfolgen kann. Wir empfehlen Ihnen daher, sofern Sie dies betreffen sollte, darauf zu achten, dass durch die Bürogemeinschaft ordnungsgemäße Abrechnungen erstellt werden, die jedem der beteiligten Personen die Möglichkeit eröffnet einen Vorsteuerabzug geltend zu machen.
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