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  17.09.2008
17.09.2008





Geldwerter Vorteil bei Park-and-Ride

Überlässt der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer einen Dienstwagen für privat veranlasste Fahrten, hat der Arbeitnehmer einen geldwerten Vorteil über die Lohnabrechnung  mit einem Prozent des Bruttolistenpreises des PKWs zu versteuern. Steht dem Arbeitnehmer der PKW auch für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte zur Verfügung, so sind zusätzlich zu dieser sogenannten 1%-Regel monatlich 0,03% des Bruttolistenpreises für jeden gefahrenen Kilometer zwischen Wohnung und Arbeitsstätte als geldwerter Vorteil zu versteuern.

In manchen Fällen nutzt der Arbeitnehmer den Dienstwagen jedoch nur für die Strecke von der Wohnung bis zum Bahnhof um anschließend mit öffentlichen Verkehrsmitteln seine Arbeitsstätte zu erreichen. In diesem Fall sind nach einem neu ergangenen Urteil lediglich für die Strecke von der Wohnung bis zum Bahnhof 0,03% des Bruttolistenpreises als geldwerter Vorteil zu besteuern. Als Nachweis kann dem Finanzamt eine Jahresnetzkarte der genutzten öffentlichen Verkehrsmittel genügen.

Gleiches kann für Außendienstmitarbeiter gelten, die einen Dienstwagen für Kundenbesuche und zusätzlich für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nutzen. Auch hier ist die tatsächliche Nutzung des Dienstwagens für die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte entscheidend.

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19%-ige Umsätze bei Essensverkauf - insbesondere durch Verkaufswagen

Umsätze aus Essensverkäufen unterliegen nur insoweit dem ermäßigten Steuersatz von 7%, wenn der Kunde diese mitnimmt und keine weitere Dienstleistung oder Bewirtungstätigkeit durch den Verkäufer erfolgt. Sobald eine Essatmosphäre geschaffen wird, die an die jeweiligen Ortsverhältnisse angepasst ist, unterliegen die Umsätze dem 19%igen Umsatzsteuersatz. Betreibt der Unternehmer einen Verkaufswagen, beispielsweise einen Imbisswagen, kann bereits das Aufstellen von Stehtischen, Marktschirmen oder Abfalleimern eine angepasste Essatmosphäre schaffen. Darüber hinaus müssen sich Betreiber von Verkaufswagen nach einem neuen Urteil unter Umständen auch die unter freiem Himmel gelegenen Tische und Bänke angrenzender Gaststätten zurechnen lassen. Dieses ist der Fall, wenn der Kunde die verpackte Ware mitnimmt um diese anschließend in der Außenanlage zu verzehren. Die Umsätze unterliegen dann gegebenenfalls dem Regelsteuersatz von 19%.

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Abzuwartende Entscheidung – Vorsteuerkürzung bei privater Verwendung von betrieblichen Fahrzeugen

Es wird erwogen für sowohl betrieblich als auch privat genutzte Fahrzeuge, die ab dem Jahr 2009 angeschafft werden, eine bereits in der Vergangenheit existente Regelung wieder einzuführen. Diese Regelung würde den Vorsteuerabzug aus den gesamten Aufwendungen sowie der Anschaffung des PKWs auf 50% reduzieren. Für Fahrzeuge, die ausschließlich betrieblich genutzt werden, wäre die Einschränkung nicht anzuwenden. Bevor diese Änderung in Kraft treten kann, muss zunächst der EU-Rat seine Ermächtigung erteilen. Wir werden Sie rechtzeitig darüber informieren, ob diese Regelung tatsächlich noch in diesem Jahr verabschiedet werden wird.

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