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Rausch Steuerberatung
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  17.10.2007
17.10.2007


Themenpunkte:

» Befristete Arbeitsverträge
» Unternehmensteuerreform


Befristete Arbeitsverträge

Mit der Möglichkeit zur sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverträgen wollte der Gesetzgeber Arbeitgebern eine Möglichkeit geben auch ausserhalb der Regelungen des Kündigungsschutzgesetzes agieren zu können. Jedoch enthält das Befristungsrecht eine Reihe von Besonderheiten, die hier kurz dargestellt werden sollen. Ein Arbeitsvertrag ohne sachlichen Grund kann bis zur Dauer von 2 Jahren befristet werden. Schöpft der befristete Vertrag diesen Zeitraum nicht aus, kann er dreimalig bis zur Gesamtdauer von 2 Jahren verlängert werden. Die Verlängerung muss aber vor Ablauf des Zeitvertrages vereinbart werden und der bisherige Vertragsinhalt darf nicht in geringstem Umfang verändert werden (also z. B. keine Erhöhung der Vergütung) . Des Weiteren ist ein befristeter Arbeitsvertrag nicht zulässig, wenn zuvor mit demselben Arbeitgeber bereits ein Arbeitsverhältnis bestanden hat. Ein weiterer Vorteil von befristeten Arbeitsverträgen ist, dass diese auch dann mit Ablauf der Befristungszeit enden, wenn zwischenzeitlich ein Sonderkündigungsschutz besteht (z. B. bei schwerbehinderten Arbeitnehmern oder schwangeren Mitarbeiterinnen). Es ist aufgrund dieser Besonderheiten daher zu empfehlen bei Fragen bezüglich eines befristeten Arbeitsvertrages stets den für die betrieblichen Belange zuständigen Juristen zuvor zu kontaktieren.


Unternehmensteuerreform

Wie im Newsletter von September bereits angekündigt erhalten Sie hier weitere Informationen über die wichtigsten Änderungen durch die Unternehmensteuerreform.

Körperschaftsteuer 
Die Körperschaftsteuer wird von 25% auf 15% des zu versteuernden Einkommens gesenkt.

Ansparabschreibung 
Die Ansparabschreibung und die Existenzgründerrücklage werden durch den Investitionsabzugsbetrag ersetzt. Bis zu 40% der künftigen Anschaffungskosten eines abnutzbaren, beweglichen (nicht zwingend neuen) Wirtschaftsgutes können (außerhalb der Bilanz) gewinnmindernd abgezogen werden. Die Summe der in dieser Form geltend gemachten Abzugsbeträge darf innerhalb der letzten 4 Jahre je Betrieb 200.000,00 Euro nicht übersteigen. Der Investitionsabzugsbetrag kann nur in Anspruch genommen werden, wenn das Betriebsvermögen von Bilanzierern 235.000,00 Euro nicht übersteigt oder wenn der Gewinn von 4/3-Rechnern nicht mehr als 100.000,00 Euro beträgt. Die geplante Anschaffung muss innerhalb der nächsten 3 Jahre erfolgen, somit wurde der Begünstigungszeitraum von 2 Jahre auf 3 Jahre verlängert.

"Mantelkauf" 
Bei einem Mantelkauf wird eine Kapitalgesellschaft mit bestehendem Verlustvortrag an einen Käufer veräußert. Bei diesem Käufer kann es sich um einen neuen Gesellschafter handeln oder aber um einen bereits Beteiligten. In der Vergangenheit mussten bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, damit der Verlustvortrag vom Käufer des Unternehmens übernommen werden kann. Zukünftig stellen die Regelungen beim Mantelkauf nur noch auf den Anteilseignerwechsel ab. Somit geht der Verlustvortrag auf den Käufer nicht mehr oder nur teilweise über, wenn innerhalb von 5 Jahren mittelbar oder unmittelbar mehr als 25% der Anteile oder Stimmrechte an der Kapitalgesellschaft übertragen werden. Gehen mehr als 25% aber höchstens 50% über, wird der Verlustvortrag quotal gekürzt. Bei mehr als 50% gehen die Altverluste dagegen vollständig verloren.
   
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