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Rausch Steuerberatung
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47051 Duisburg
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  18.02.2008
18.02.2008





Haushaltsnahe Dienstleistungen

Bisher können Aufwendungen für hauswirtschaftliche Beschäftigungsverhältnisse und haushaltsnahe Dienstleistungen nur dann zu einer Steueranrechnung führen, wenn die begünstigten Tätigkeiten in einem inländischen Haushalt des Steuerpflichtigen erfolgen. Diese Beschränkung widerspricht allerdings dem EG-Recht. Daher sollen künftig auch Tätigkeiten in die Steueranrechnung aufgenommen werden, die in einem Haushalt innerhalb der EG bzw. des EWR-Bereichs erfolgen. Die Änderung soll in allen Fällen anzuwenden sein, in denen die Einkommensteuer noch nicht bestandskräftig festgesetzt ist.

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Künstlersozialversicherung

Das Künstlersozialversicherungsgesetz (KSVG)  wurde mit Wirkung zum 15.06.2007 geändert. Die Deutsche Rentenversicherung übernahm gleichzeitig die Betriebsprüfungen der Künstlersozialkasse und damit wird die Prüferschar, die für die Prüfung der Künstlersozialabgabe zuständig ist, gewaltig aufgestockt. Das kann besonders für Unternehmen teuer werden, die möglicherweise nicht einmal geahnt haben, dass sie es mit der Honorierung von Künstlern zu tun haben, wenn sie für Leistungen an ihr Unternehmen wie Webdesign und das Texten von Pressemitteilungen und Broschüren bezahlten. Es sind nämlich neben den klassischen Werbeunternehmen auch Unternehmen abgabepflichtig, die Werbung für ihr eigenes Unternehmen betreiben, wenn sie regelmäßig Aufträge an selbständige Künstler und Publizisten erteilen. Künstler ist, wer Musik, bildende Kunst oder darstellende Kunst schafft, ausübt oder lehrt. Es gehören somit neben den "üblichen" Künstlern auch Web-Designer (Grafikdesign), PR-Fachleute, Journalisten und Fotografen dazu. Das abgabepflichtige Unternehmen hat einmal im Jahr alle an Künstler geleisteten Entgelte zu melden. Der Abgabesatz beträgt für das Jahr 2007 hierfür 5,1%. Werden diese Meldungen nicht oder nicht vollständig erstellt, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld bis zu 50.000,00 Euro geahndet werden kann. Lediglich eine nur einmalige oder seltene und unbedeutende Inanspruchnahme von Design-Leistungen führt nicht zur Abgabepflicht.

Beispiel: Ein Handwerksbetrieb oder Rechtsanwaltsbüro lässt sich ein Firmenschild sowie einmalig Briefkopf und Visitenkarten entwerfen.

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Spendenabzug

Spenden können nun jährlich bis zu einem Betrag von 20% des Gesamtbetrages der Einkünfte als Sonderausgaben abgezogen werden. Bislang betrug dieser Prozentsatz nur 5% bzw. bei besonders förderungswürdigen Einrichtungen 10%. Zudem wurde die Betragsgrenze für den vereinfachten Nachweis einer Zuwendung durch Bareinzahlungsbeleg oder durch Buchungsbestätigung eines Kreditinstitutes von 100,00 Euro auf 200,00 Euro angehoben.

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