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  18.02.2013
18.02.2013



Bescheinigung zur Rentenversicherungsfreiheit bei geringfügig Beschäftigten

Wie wir bereits dargestellt haben, treten mit dem „ Gesetz zur Änderung im Bereich der geringfügig entlohnten Beschäftigung “ zum 01.01.2013 zwei wesentliche Änderungen bei geringfügig entlohnten Beschäftigten den sogenannten „ Minijobern “ ein. Hierzu zählt insbesondere, dass die Verdienstgrenze für Minijober von 400,00 Euro auf 450,00 Euro gestiegen ist. Zudem unterliegen Personen, die seit dem 01.01.2013 eine geringfügige Beschäftigung aufnehmen grundsätzlich der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht. Wurde das Arbeitsverhältnis vor 2013 versicherungsfrei aufgenommen, besteht die Versicherungsfreiheit auch weiterhin. Wird jedoch der monatliche Lohn auf über 400,00 Euro angehoben, besteht auch in diesem Fall für „alte“ Beschäftigungsverhältnisse die Versicherungspflicht.

Alternativ zur vollen Rentenversicherungspflicht können sich Minijobber von der Versicherungspflicht in der Rentenversicherung befreien lassen. Hierfür muss der Beschäftigte dem Arbeitgeber schriftlich mitteilen, dass er die Befreiung von der Versicherungspflicht wünscht. Dann entfällt der Eigenanteil des Minijobbers und nur der Arbeitgeber zahlt den Pauschalbeitrag zur Rentenversicherung. Die Bescheinigung zur „ Befreiung von der Versicherungspflicht in der Rentenversicherung bei einer geringfügig entlohnten Beschäftigung“ finden Sie im Bereich „Downloads“ auf unserer Ihnen bekannten Website www.berben-steuerberatung.de. Bei den bereits eingereichten Bescheinigungen im Jahr 2013 hat sich gezeigt, dass diese oft nur unvollständig ausgefüllt wurden. Wir möchten Sie nochmals bitten, auf die Vollständigkeit dieser Bescheinigung zu achten. Hierzu zählt insbesondere, dass der vollständige Name des Arbeitnehmers sowie des Arbeitgebers zuzüglich der Daten wie Betriebsnummer, Tag an dem der Befreiungsantrag eingegangen ist und ab wann diese gültig ist, angegeben werden. Selbstverständlich darf die Unterschrift des Arbeitnehmers sowie des Arbeitgebers hier auch nicht fehlen.

Des Weiteren wurde im Rahmen der oben aufgeführten und diversen Gesetzesänderungen der Personalfragebogen überarbeitet und an die neuen gesetzlichen Bestimmungen angepasst. Um bei einer Neuanstellung von Arbeitnehmern unnötigen Arbeitsaufwand und Komplikationen zu vermeiden möchten wir Sie bitten, in Zukunft nur noch den aktuellen Personalfragebogen zu verwenden. Diesen finden Sie ebenfalls im Bereich „Downloads“ hier auf unserer Seite.


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Neuordnung der Veranlagungsarten ab 2013

Durch das Steuervereinfachungsgesetz 2011 wurden die Veranlagungsarten für Eheleute von sieben möglichen auf nur noch vier Veranlagungs- und Tarifvarianten für Eheleute reduziert. Die Neuregelung die mit dem Veranlagungsjahr 2013 in Kraft tritt hat zur Folge, dass die Getrennte Veranlagung und die Besondere Veranlagung wegfallen. Nicht betroffen von der Neuregelung sind hingegen die Einzelveranlagung, das Sondersplitting im Trennungsjahr, die Zusammenveranlagung und das Witwensplitting.

Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass eine genaue Erläuterung und Beschreibung der einzelnen Veranlagungsarten und deren Wahl im Rahmen des Newsletters leider nicht möglich sind, da diese zum einen sehr umfangreich und zum anderen für jeden individuell gestaltbar sind. Sollten Sie Fragen zu der für Sie persönlich am günstigsten Veranlagungsvariante haben, stehen wir für Sie selbstverständlich gerne zur Rücksprache zur Verfügung. Um Ihnen dennoch eine kurzen Überblick zu verschaffen haben wir die wichtigsten Änderungen kurz zusammen gefasst.

Ehegatten können ab dem Veranlagungszeitraum 2013 zwischen der Einzelveranlagung und der Zusammenveranlagung wählen. Die Einzelveranlagung für Ehegatten ersetzt die bisherige getrennte Veranlagung und unterscheidet sich von dieser in einigen wesentlichen Punkten. So fällt mit der Neuregelung die Option auf freie Zuordnung verschiedener Kosten weg. Hierzu gehören die Aufteilung der Sonderausgaben, der außergewöhnlichen Belastungen und der Steuerermäßigungen für z. B. Haushaltshilfen oder Handwerkerleistungen. Diese werden nur noch demjenigen Ehegatten zugeordnet, der diese auch wirtschaftlich getragen hat. Eine hälftige Zuordnung ist zwar möglich, muss aber speziell beim jeweils zuständigen Finanzamt beantragt werden. Eine weitere Neuerung ist, dass die Wahl der Veranlagungsart künftig bindend ist. Bisher konnten Ehegatten Ihre bei Abgabe der Steuererklärung getroffene Wahl der Veranlagungsart bis zur Bestandskraft des Steuerbescheides und auch im Rahmen des Änderungsverfahren beliebig oft ändern. Nun wird die Wahl der Veranlagungsart für den betreffenden Zeitraum durch Abgabe der Steuererklärungen bindend, so dass Änderungen nur noch unter genau definierten Vorschriften vorgenommen werden können.

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