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Rausch Steuerberatung
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  19.01.2015
19.01.2015



Kurzfristige Beschäftigung: Die neue Zeitgrenze ab 2015

Seit dem 01.01.2015 gelten zeitweilig bis zum 31.12.2018 neue Zeitgrenzen bei kurzfristigen Beschäftigungsverhältnissen. Die neuen Regelungen hinsichtlich der Erweiterung der Zeitgrenzen sollten ursprünglich nur für Saisonarbeiter in der Landwirtschaft gelten, wurden aber mit dem neuen Gesetz auf alle kurzfristigen Beschäftigungsverhältnisse ausgeweitet. Bisher lag nur dann ein kurzfristiges Beschäftigungsverhältnis vor, wenn nicht mehr als 50 Arbeitstage (2 Monate) in einem Jahr gearbeitet wurde. Diese Grenze wird ab dem 01.01.2015 auf 3 Monate bzw. 70 Arbeitstage erhöht. Wird diese Grenze in einem Kalenderjahr nicht überschritten, ist das Beschäftigungsverhältnis als geringfügig und somit als sozialversicherungsfrei abzurechnen.

Die neuen Regelungen für kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse sind nur bei Beschäftigungsverhältnissen anzuwenden, die ab dem 01.01.2015 begonnen werden, da Arbeitgeber die Versicherungspflicht- bzw. freiheit immer im Voraus feststellen müssen. Liegt der Beginn eines Beschäftigungsverhältnisses bereits im Jahr 2014 so sind weiterhin die alten Regelungen gültig, auch wenn die Beschäftigung bis 2015 andauert. Dies gilt auch für Rahmenverträge über den Jahreswechsel hinaus.


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Haftung von Unternehmen bei Missachtung der Mindestlohnbestimmungen

Nicht überraschend, aber in der Regelungstiefe so nicht zu erwarten war auch die im Gesetz vorgesehene Haftung von Unternehmen über die eigenen Arbeitnehmer hinaus. Hier gilt künftig: Wenn Unternehmer einen Dienstleister, Zulieferer oder Subunternehmer beauftragen, haften sie wie ein Bürge dafür, dass dieser die Mindestlohn-Bestimmungen einhält. Damit soll Lohndumping (beispielsweise über Werkverträge oder die gezielte Ausgliederung von Unternehmensbereichen zur Umgehung von Tarifverträgen) verhindert werden.

Wir möchten Ihnen daher dringend empfehlen, sich von Subunternehmern schriftlich bestätigen zu lassen, dass diese die neuen Bestimmungen zum Mindestlohn ab 2015 anwenden um unangenehme Folgen wie das Haftungsrisiko auszuschließen.

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Freigrenze für Aufmerksamkeiten an Arbeitnehmer steigt auf 60,00 Euro

Wissen Sie, welche Bücher Ihr Mitarbeiter gern liest? Oder welche Musik er gern hört? Das ist Privatsache, sagen Sie? Das stimmt nur bedingt. Denn Arbeitgeber haben zahlreiche Möglichkeiten, ihre Angestellten mit einer persönlichen Aufmerksamkeit zu beschenken. Das steigert die Motivation, macht das Unternehmen als Arbeitgeber attraktiv und stärkt die Mitarbeiterbindung. Das weiß auch das Finanzamt. Aus diesem Grund sind Aufmerksamkeiten des Arbeitgebers anlässlich eines besonderen persönlichen Ereignisses (z. B. Geburtstag) steuerfrei. Und zum Jahreswechsel packt der Gesetzgeber noch etwas obendrauf. Ab 2015 wird die Freigrenze von derzeit 40,00 Euro auf 60,00 Euro angehoben. Ein Zeichen, dass die Mitarbeitermotivation im doppelten Sinne wertgeschätzt wird. Die ansonsten bisher üblichen Regelungen zu den Aufmerksamkeiten bleiben unverändert.

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Neue Stundenzettelvorlage im Download-Bereich abrufbar

Zu guter Letzt möchten wir Sie noch darauf hinweisen, dass unser Bereich „Downloads“ auf www.rausch-steuerberatung.de erweitert wurde. Ab sofort steht Ihnen dort eine Vorlage zur Dokumentation der täglichen Arbeitszeit zur Verfügung. Diese ist im Rahmen der Aufzeichnungspflicht von Arbeitszeiten zu verwenden.

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