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  19.07.2006
19.07.2006

Beschränkung der Ein-Prozent-Regelung für die Versteuerung des privaten Nutzungsanteils eines Betriebs-Pkw auf Fahrzeuge des notwendigen Betriebsvermögens.
  • Die 1%-Regelung bei der Privatnutzung eines PKW soll ab 2006 auf Fahrzeuge im notwendigen Betriebsvermögen, d. h. von mehr als 50% berufliche Nutzung beschränkt werden. Bei Fahrzeugen im gewillkürten Betriebsvermögen (betriebliche Nutzung zwischen 10% und 50%) wird die Privatnutzung dann mit den tatsächlichen Kosten nach der Fahrtenbuch-Methode bemessen. Für Fahrten zwischen Wohnung und Betrieb ist hier der Ansatz von 0,03% vom Bruttolistenpreis nicht mehr möglich. Hier erhöhen die tatsächlichen Kilometerkosten den Gewinn. Es ist daher empfehlenswert anhand geeigneter Unterlagen nachweisen zu können, dass eine betriebliche Nutzung von mehr als 50% vorliegt. Da in den meisten Fällen kein Fahrtenbuch geführt wird, ist es sinnvoll, sich den Kilometerstand zu Beginn und zum Ende eines Jahres zu notieren.

    Beispiel:
    Der Kilometerstand zu Beginn des Jahres 2006 beträgt 10.000km. Am Ende des Jahres 2006 beträgt der Kilometerstand 20.000km. Fahrten zwischen Wohnung und Betrieb wurden 2006 insgesamt 300 Mal zu jeweils 20 gefahrenen Kilometern durchgeführt. Im Jahr 2006 wurden somit bereits ohne weitere betrieblich veranlasste Fahrten insgesamt 6.000km zurückgelegt. Dies entspricht einer betrieblichen Nutzung von 60%. Der Nachweis gilt somit als geführt.
Förderung von erwerbsbedingten Kinderbetreuungskosten
  • Ab 2006 können erwerbsbedingte Kinderbetreuungskosten bis zu 4.000 Euro je Kind wie Betriebsausgaben oder Werbungskosten berücksichtigt werden. Dies gilt bei Kindern bis zum 14. Lebensjahr und bei Kindern mit Behinderung bis zum 27. Lebensjahr. Allerdings müssen Eltern 1/3 der Kosten selber tragen, so dass Aufwendungen von 6.000 Euro für die Höchstförderung getätigt werden müssen. Unterricht, die Vermittlung besonderer Fähigkeiten oder Freizeitbeschäftigungen werden wie bisher nicht gefördert. Der neue Abzug soll grundsätzlich für erwerbstätige Alleinerziehende sowie für zusammenlebende Elternteile gelten, wenn beide erwerbstätig sind. 
Förderung für Arbeiten im und am eigenen Wohnraum
  • Ab 2006 sollen die zuvor nicht begünstigten Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen ebenfalls mit 20% der Kosten und bis zu 600 Euro jährlich berücksichtigt werden können. Damit können jetzt pro Haushalt 2 Mal 600 Euro direkt von der tariflichen Einkommensteuer abgezogen werden, z.B. für Gärtner oder Tapezierer sowie für Fliesenleger oder Monteure. Gefördert werden nur Arbeits- und Fahrtkosten. Material- und Warenlieferungen bleiben ausser Ansatz. Daher ist es ratsam, dass der beauftragte Unternehmer seinen kalkulierten Gewinnaufschlag vorrangig im Stundensatz berücksichtigt und die Rechnungspositionen einzeln vermerkt.
   
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