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  24.09.2012
24.09.2012


Künstlersozialabgabe

Wie bereits im Newsletter Februar 2008 berichtet, wurde mit Wirkung zum 15.06.2007 das Künstlersozialgesetz geändert und auf die Abgabe zur Anmeldung und Zahlung der Künstlersozialabgabe hingewiesen. Dementsprechend ist jeder Unternehmer seit diesem Zeitpunkt verpflichtet einmal jährlich die hierfür erforderliche Anmeldung zu erstellen und die sich daraus ergebende Steuer zu entrichten. Der Abgabesatz liegt derzeit bei 3,9% des Auftragswertes. Die Einhaltung dieser Verpflichtung wird seitdem durch die Deutsche Rentenversicherung überprüft.

Doch wer ist eigentlich zur Anmeldung der Künstlersozialabgabe verpflichtet? Generell betrifft die Abgabepflicht alle Unternehmer die regelmäßig Aufträge an Web-Designer (Grafikdesign), PR-Fachleute, Werbeagenturen, Journalisten und Fotografen erteilen oder deren Publikationen für unternehmerische Zwecke nutzen. Leistungen in diesem Sinne sind z. B das Texten für Pressemitteilungen, Werbeslogans, das Erstellen von Broschüren, Flyern und die Erstellung einer Website. Lediglich eine nur einmalige oder seltene Inanspruchnahme von Design-Leistungen führt nicht zu einer Abgabepflicht. Hierunter fällt z. B. die einmalige Erstellung eines Firmenschildes, Logos oder Briefkopfes. Allerdings ist zu beachten, dass bereits ab dem vierten Auftrag innerhalb eines Jahres für alle gezahlten Honorare und Gagen inklusive Nebenleistungen (wie z. B. die Programmierung der entworfenen Website) die Meldung zur Künstlersozialabgabe zu erstellen ist, da es sich dann nicht mehr nur um eine einmalige oder seltene Inanspruchnahme handelt. Des Weiteren ist zu beachten, dass für Materialgestellung keine Künstlersozialabgabe zu entrichten ist. Daher sollten Rechnungen über solche Leistungen (z. B. Kugelschreiber mit Werbeaufdruck) immer die Aufteilung reine Warenlieferung zu künstlerischer Leistung enthalten.

Da nun mehrfach aufgefallen ist, dass die Anmeldung der Künstlersozialabgabe durch die Unternehmer/n nicht erfolgt ist, möchten wir Sie nochmals auf die Dringlichkeit dieses Themas aufmerksam machen. Keiner sollte dieses Thema auf die leichte Schulter nehmen, da die Deutsche Rentenversicherung von der Künstlersozialkasse mit der Prüfung beauftragt wurde und auf jeden Fall mindestens alle 4 Jahre eine Prüfung durchführt. So wird im Rahmen einer Betriebsprüfung der Deutschen Rentenversicherung geprüft, ob eine Anmeldung zur Künstlersozialabgabe erfolgt ist oder hätte erfolgen müssen. Hierzu darf die Deutsche Rentenversicherung Einsicht in die Buchhaltungsunterlagen der betreffenden Jahre nehmen. Wurden diese Meldungen nicht oder nur unvollständig erstellt, handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld bis zu 50.000,00 Euro geahndet werden kann. Ebenfalls werden die Prüfer die Künstlersozialabgabe rückwirkend für die letzten 5 Jahre erheben oder schätzen (falls eine eindeutige Berechnung nicht möglich ist), was wiederum erhebliche Nachzahlungen zur Folge haben kann.

Weitere Details finden Sie auf www.kuenstlersozialkasse.de. Zudem stehen wir Ihnen natürlich bei Rückfragen natürlich gerne zur Verfügung.
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