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  25.08.2008
25.08.2008





Bundestag beschließt GmbH-Reform

Der Deutsche Bundestag hat am 26.06.2008 nun endlich das Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen (MoMiG) beschlossen. Es bringt eine in sich geschlossene Novellierung des geltenden GmbH-Rechts. Somit kann zukünftig bei einfachen GmbH-Gründungen auf eine Mustersatzung zurückgegriffen werden, die zwar entgegen der ursprünglichen Planungen weiter notariell beurkundet werden muss, hierfür aber geringere Kosten durch den Notar berechnet werden. Desweiteren kommt die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) als neue GmbH-Variante dazu. Diese besondere GmbH-Form benötigt kein Mindeststammkapital. Existenzgründern steht mit dieser Gesellschaftsform ein neuer und unkomplizierter Einstieg in das Wirtschaftleben zur Verfügung. Die Unternehmergesellschaft muss aber deutlich als solche durch den Zusatz "haftungsbeschränkt" gekennzeichnet sein, da ansonsten mit Bußgeldern zu rechnen ist.

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Steuerschuldnerschaft bei Bauleistungen

Werden Bauleistungen in Auftrag gegeben, hat der Leistungsempfänger die Bauabzugssteuer in Höhe von 15% vom Rechnungsbetrag einzubehalten, sofern von dem Leistenden keine Freistellungsbescheinigung vorgelegt werden kann. Dieser einbehaltene Betrag ist dann dem für den Leistenden zuständigen Finanzamt anzumelden und abzuführen. Ist der Leistungsempfänger selbst im Baubereich tätig, geht nach § 13b UStG die Steuerschuldnerschaft für die Umsatzsteuer auf ihn über, so dass der Leistende eine Rechnung ohne Ausweis der Umsatzsteuer erstellt. Hier haben sich in letzter Zeit Probleme bei der Berechnung der Bauabzugsteuer ergeben, so dass wir diese hier nochmals darstellen wollen. Die Bauabzugsteuer ist von der fiktiven Bruttosumme zu berechnen NICHT von dem Nettorechnungsbetrag.

Beispiel:
Sie erhalten eine Rechnung über netto 10.000,00 Euro. Es ist keine Umsatzsteuer ausgewiesen, da § 13b UStG greift. Der Leistende kann keine Freistellungsbescheinigung vorlegen. Die Bauabzugssteuer ist wie folgt zu berechnen: 10.000,00 Euro zzgl 19% USt = 11.900,00 Euro davon 15% = 1.785,00 Euro Bauabzugsteuer

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Übernachtungspauschalen

Seit 2008 ist es nicht mehr möglich im Rahmen der privaten Einkommensteuererklärung Übernachtungspauschalen geltend zu machen. Dies gilt sowohl für Inlands- als auch für Auslandsreisen. Der Abzug von Übernachtungskosten die anhand von Belegen nachgewiesen werden können (z. B. Hotelrechnung) bleibt dagegen weiterhin bestehen. Ebenfalls bleibt die Möglichkeit bestehen, dass der Arbeitgeber Übernachtungskosten steuerfrei ersetzt. Dies kann für Inlands- und Auslandsreisen auch weiterhin anhand der geltenden Übernachtungskostenpauschalen erfolgen. Es ist daher ratsam, die einem Arbeitnehmer entstehenden Übernachtungskosten als Arbeitgeber zu ersetzen, da dieser sonst in der Einkommensteuererklärung hierfür keine Aufwendungen geltend machen könnte.

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