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Rausch Steuerberatung
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  26.09.2006
26.09.2006

Umsatzsteuer
Erhöhung des Regelsteuersatzes
  • Ab dem 01.01.2007 wird der Regelsteuersatz in der Umsatzsteuer von 16% auf 19% angehoben (der ermäßigte Steuersatz in Höhe von 7% bleibt dagegen erhalten). Es ist daher notwendig, darauf zu achten, dass für alle abgeschlossenen Fremdverträge (z.B. Mietverträge, Leasingverträge, etc.) ein entsprechender Nachtrag in Bezug auf den Vergütungstatbestand erstellt werden muss, da ein Vorsteuerabzug ansonsten in Zukunft in Höhe von 19% nicht möglich sein wird.
  • Die Erhöhung des Regelsteuersatzes ist natürlich auch bei den von Ihnen erbrachten bzw. noch zu erbringenden Leistungen entsprechend zu berücksichtigen, so dass auch hier alle Verträge entsptrechend mit einem Nachtrag versehen werden sollten. Für die Frage der Anwendung der Umsatzsteuererhöhung ist der Zeitpunkt maßgebend, in dem der jeweilige Umsatz ausgeführt wird. Das gilt auch für Teilleistungen. So müssen alle Anzahlungen, die bereits in 2006 von Ihnen vereinnahmt wurden, deren zugrundeliegende Leistung aber erst in 2007 ausgeführt wird, bereits in 2006 mit 19% Umsatzsteuer berechnet werden. Für weitere Detailinformationen zu diesem Thema stehen wir Ihnen natürlich jederzeit gerne für Rückfragen zur Verfügung.

Kleinbetragsrechnungen
  • Bisher waren bei sogenannten Kleinbetragsrechnungen (Rechnungen, deren Rechnungsbetrag 100,00 Euro netto nicht überstieg) eine Vielzahl von Rechnungsformalitäten entbehrlich. Dazu gehören z.B. die vollständige Anschrift des Leistungsempfängers, aber auch der Ausweis des Nettobetrages, der darauf entfallenden Umsatzsteuer sowie des Bruttobetrages. Ab dem 01.01.2007 wird diese Grenze von netto 100,00 Euro auf netto 150,00 Euro erhöht.

Rechnungsangaben
  • Auf Rechnungen soll verpflichtend der Tag der Lieferung oder Leistung angegeben werden, selbst wenn dies mit dem Ausstellungsdatum übereinstimmt. Hierauf kann nur bei Anzahlungen verzichtet werden, wenn dieser Termin noch nicht bekannt ist.

Einkommensteuer
Aufwendungen für die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte
  • Ab 2007 sind die Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte bis zu 20 Entfernungskilometern nicht mehr als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben abziehbar. Ab dem 21. Entfernungskilometer kann jeder Entfernungskilometer mit 0,30 Euro berechnet werden. Die Kürzung dieser Abzugsmöglichkeit ist aber in vielerlei Hinsicht von Bedeutung:
     
    So kann der Arbeitgeber die Lohnsteuer für geleistete Zuschüsse zu den Aufwendungen des Arbeitnehmers für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nur noch ab dem 21. Entfernungskilometer pauschalieren. Somit ist alles unter dem 21. Entfernungskilometer "normal" zu versteuernder Arbeitslohn (also voll steuer- und sozialversicherungspflichtig), so dass es bei vielen Arbeitnehmern hier zu einem geringeren Auszahlungsbetrag kommen wird.
     
    Für öffentliche Verkehrsmittel gilt keine Sonderregelung mehr. Betragen die Entfernungskilometer weniger als 20 Kilometer können auch nicht die durch Beleg nachgewiesenen tatsächlichen Aufwendungen für öffentliche Verkehrsmittel abgezogen werden.
     
    Für Unternehmer, die einen PKW bisher nicht dem Betriebsvermögen zugeordnet haben, aber die betrieblichen Fahrten über eine Fahrtkostenaufstellung geltend gemacht haben, ergibt sich ebenfalls eine erhebliche Minderung der abziehbaren Aufwendungen, da auch hier die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nur ab dem 21. Entfernungskilometer zu berücksichtigen sind. Es ist daher ab 2007 zu überlegen, diesen PKW dem Betriebsvermögen zuzuordnen, sofern die betriebliche Nutzung mindestens 50% beträgt.
     
    Dagegen wirkt sich die Beschränkung der Entfernungspauschale nicht nachteilig auf die Bewertungsmethode für die private Nutzung betrieblicher PKW aus. Das bedeutet, dass für die Beurteilung der Höhe der betrieblichen Nutzung eines PKW die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte weiter zur Berechnung der 50% Grenze hinzugezogen werden.

Sonstiges
  • Deutlich eingeschränkt wurde auch die erst eingeführte freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbständige und Freiberufler. Rückwirkend seit dem 01.06.2006 kann sich nicht mehr aufnehmen lassen, wer seine selbständige Tätigkeit bis zum 01.01.2004 aufgenommen hat.
   
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